Kurzportät
Für die Qualität und Entfaltungsmöglicheiten eines Kirchenchores sind drei wesentliche Einflußfaktoren maßgeblich:
Das Stimmenpotential der Sänger
Die musikalische und gesellschaftliche Entfaltungsmöglichkeiten
in der Dorfgemeinschaft.
| Oberlehrer Marzellan Brunnhuber | : | 1917 - 1928 |
| Oberlehrer Josef Kiermeier | : | 1928 - 1965 |
| Hauptlehrer Gottfried Sanladerer | : | 1965 - 1981 |
| Margret Bauer | : | 1981 - 1986 |
| Elisabeth Schnellhammer | : | 1986 - 1999 |
| Maria Freudenstein | : | 1999 - 2000 |
| Elisabeth Schnellhammer u. Wilma Sanladerer (Rhythmische Gruppe) |
seit 2000 |
Während den amtierenden Dirigenten durchwegs musikalisches Können unterstellt werden darf und das Stimmpotential der Mitticher allgemein als überdurchschnittlich gilt, scheint die Entfaltungsmöglichkeit des Chores auch in Mittich wesentlich von den musikalischen "Ansichten" des jeweiligen Dorfpfarrers geprägt zu sein. Das ist keine neue Erkenntnis!
Schriftliche und mündliche Aufzeichnungen über die personelle Besetzung des Mitticher Kirchenchores reichen bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Bestimmte Ereignisse sind in der Mitgliederentwicklung abzulesen. Neben den dramatischen Geschehen zweier Weltkriege sind deutliche Einschnitte auch bei Dirigenten- oder Pfarrerwechsel ablesbar.
Mitgliedschaft im Kirchenchor war früher eine Ehre, die gewissen Kreisen von Geburt gegeben, von einigen wenigen hart erarbeitet und von den meisten nie ereicht werden konnte. Der Chor war konstant besetzt, 2 bis 3 Sänger in Baß und Tenor 3 bis 4 "Weibersleut" im Alt und Sopran. Die Mitgliedschaft währte, solange man konnte. Das typische Scenario und die prägenden Charaktere eines Kirchenchores waren in wesentlichen Zügen über Jahrhunderte hinweg wahrscheinlich auch hier anzutreffen: Die angesehene Bäuerin im Sopran, die "g´schnappige" oder streitsüchtige Pfarrerköchin im Alt, der kieksende Schneider oder Schuster im Tenor und der bierselige Bauernbaß - das verband man lange Zeit mit Kirchenchor, das ist auch in Theaterstücken und Filmen vielfach wiederzufinden.
Natürlich muß der Kirchenchorgesang besonders auch im Zusammenhang mit der jeweiligen Zeit gesehen werden. Und dabei war das lithurgische Zeremoniell noch vor 50 Jahren wesentlich strenger als wir es heute gewohnt sind. Allsonntägliches Singen bei den Meßfeiern, täglicher Gesang im frühmorgendlichen Rorate während der Adventszeit, fast ausschließlich lateinische Gesänge und deutlich längere Meßfeiern erforderten von den Chorsängern hohe Disziplin.
Eine deutliche Belebung der Mitgliederentwicklung ist in Mittich seit Mitte der 60er Jahre abzulesen. Dieser Trend ist seither ungebrochen. Eine glückliche Konstellation aus fähigen Dirigenten, engagierten jungen Sängerinnen und Sängern und einem experimentierfreudigen Dorfpfarrer, für den die Hauptsache ist, daß etwas zusammengeht.
Die intensive Nachwuchsarbeit hat natürlich auch Auswirkungen auf die Altersstruktur: Während nach landläufiger Meinung das Durchschnittsalter in einem Kirchenchor sich nicht von dem eines Altersheims unterscheidet, liegt es im Mitticher Chor z. Zt. bei rund 33 Jahren! Dabei halten uns auch einige "Ältere" die Treue, eine große Bereicherung sowohl gesanglich und gesellschaftlich als auch als Bindeglied zur Tradition.
Chorgesang erfordert Fleiß, Disziplin und Engagement. Im Jahresschnitt
sind es rund 45 Proben und 30 bis 35 Auftritte, macht zusammen 75 bis 80
Zusammenkünfte im Jahr. Damit es - nicht nur für die Zuhörer
- spannend bleibt, gehört dazu ein breites Repertoir. Ungefähr
ein Dutzend verschiedene Messen und ungezählte Lieder, verschiedene
Stilrichtungen und Sprachen sind einstudiert und kommen zur Aufführung;
manche auch nur ein einziges Mal. Neben den großen Festtagen wirkt
der Chor an allen Beerdigungen mit (im Schnitt der Jahre 8 bis 12). Dazu
kommen festliche, feierliche und gesellige Auftritte zu Jubiläen,
Hochzeiten und zu verschiedenen anderen Anlässen.
Besondere Ereignisse aus dem Vereinsleben
Als in musikalischer als ganz besonders in geselliger Hinsicht zu fördern, haben wir im August 1999 das
Ein üblicherweise 3-tägiger Jahresausflug gehört
zu den gesellschaftlichen Hauptereignissen. Ziele der vergangenen Jahre
waren u.a. Burgund, Südtirol, die Steiermark, Dresden, das Allgäu.
Wer uns kennenlernen will und ein interessantes Reiseziel abgibt, kann
sich bei uns als Ausflugsziel bewerben!
Der ""Amoi-Tag" ist eine ganz besondere Tradition des Mitticher Kirchenchores.
Der Name ""Amoi" ist bairisch und steht für ""Einmal"". Der Begriff
wurde erfunden anläßlich der Uraufführung dieses Eregnisses
am 19. November 1991 und leitet sich aus den vielen, unkonkreten Einladungen
der Dirigentin ab:
"Jetzt lade ich den Chor amoi ein...",
"Jetzt müßt´s aber amoi zu mir kommen....",
"Wenn es schön wird, wollen wir amoi grillen..."
Der "Amoi-Tag" ist seitdem zum festen Termin im Jahresablauf geworden, einmal jährlich lädt die Dirigentin ein, jedes Mal ein vergnügliches Fest mit großzügiger und opulenter Bewirtung.
Das aktuelle Programm (Aktuelles)
| Feste Termine Kirchenchor: | |
|
22. Februar
|
Jahresessen im Jugendheim in Mittich |
|
17. April
|
Gründonnerstag - Abendmahlfeier Mittich |
|
18. April
|
Karfreitagslithurgie - Mittich |
|
19. April
|
Karsamstag - Auferstehungsfeier, anschl. Osternachtsfeier |
|
21. April
|
Ostermontag 9.00 Uhr Festgottesdienst in Mittich |
|
27. April
|
Weißer Sonntag - Erstkommunion in Mittich |
|
3. Juni
|
Fronleichnam - Gesänge |
|
14.-17. August
|
Jahresausflug in den Schwarzwald |
|
1. November
|
Allerheiligen |
|
14. Dezember
|
Weihnachtskonzert der 3 Pfarreien in Neuhaus |
|
24. Dezember
|
Heilig Abend |
|
25. Dezember
|
1. Weihnachtsfeiertag |
Wie der Titel "Festival" schon vermuten läßt, wollen wir anschließend ein Fest feiern, bei dem jeder Chor in ungezwungener Runde mit weltlichem, “profanem” Liedgut seine Freude am Singen zum Ausdruck bringen soll und kann. Dieses Fest findet in den Räumen des benachbarten "Hober-Hofes" statt und dabei wird freilich auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt sein!
Das Festival beginnt am späten Nachmittag mit dem Kirchenkonzert, setzt sich unmittelbar fort im Hober-Hof und endet, nachdem die letzten Gäste gegangen sind.
Namen, Zahlen und Regularien
|
Dirigenting:
|
|
|
|---|---|---|
| Sprecher: | Dr. Wolfgang Angermair | |
| Aktive | Stimme | Anzahl |
| Mitglieder | Alt |
6
|
| Baß |
4
|
|
| Sopran |
11
|
|
| Tenor |
4
|
|
| Gesamt |
24
|
|
Repertoir:
Klassische Messen:
Kleine Orgelsolomesse von Josef Haydn
Mozart, Rathgeber,
Sakrale, rhythmische Gesänge, deutsch und englisch
Kunstlieder
Gesellige Lieder aus Spaß an der Freud